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Apps auf realen Endgeräten testen

Xamarin Testcloud

Mit den jüngst erschienenen neuen Smartphones von Apple (iPhone 6 und 6 plus) nimmt auch die Fragmentierung der Apple-Mobilgeräte weiter zu: iPhone, iPod Touch und iPad - in jeweils etlichen Versionen und mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen. Im Android-Universum ist dies schon immer so gewesen, da Google hier die Hardware nicht kontrolliert und jeder Hersteller eigene Geräte entwickelt. Es existieren über 18.000(!) unterschiedliche Android-Geräte

Das ist für Entwickler von Apps ein wirklich großes Problem, die ja die Lauffähigkeit und die Qualität einer App sicherstellen müssen. Eine App muss also regelmäßig getestet werden. Üblicherweise wird eine App laufend mit Hilfe von Simulatoren entwickelt, hier fallen logische Programmfehler und Schwierigkeiten im Programmablauf durchaus auf. Bei der Programmierung einer App sollten jedoch möglichst frühzeitig auch echte, reale Endgeräte eingesetzt werden. Die App muss „angefasst“ werden, und ein Simulator kann nicht vollständig ein mobiles Endgerät ersetzen.

Ein App-Entwickler sollte also zu Testzwecken zumindest Zugriff auf die gängigen Geräte haben. Da die Innovationszyklen recht kurz sind und nahezu jedes Jahr neue Mobilgeräte erscheinen, ist dies - nur allein für Apple-Geräte - bereits mit einem recht hohen Kostenaufwand verbunden. Kommen dann noch Android Smartphones und Tablets hinzu, stellt sich allerdings zunehmend die Frage, welchen Herstellern hier der Vorzug zu geben ist. Statistiken zur Marktabdeckung mögen hier weiterhelfen, aber letztlich kann eine kleine oder mittlere App-Entwicklungsfirma sinnvollerweise kaum mehr als 10-20 Testgeräte dauerhaft vorhalten. Diese müssen ja auch alle gewartet, aktualisiert und regelmäßig erneuert werden.

Bei mobix verfügen wir natürlich über halbwegs aktuelle Apple- und Android-Geräte (Smartphones, iPad, iPod Touch) - und zwar nicht nur über die leistungsfähigen aktuellen Geräte. Es hat sich zudem in verschiedenen Kundenprojekten gezeigt, dass gerade alte, langsame und technisch schlecht ausgestattete Geräte besondere Aufmerksamkeit bei der Appentwicklung benötigen. Für den Alltagseinsatz definitiv nicht zu empfehlen ist zum Beispiel das XIDO-Tablet, es hat uns jedoch beim Testen von Apps sehr gute Dienste erwiesen.

Und das Problem dürfte in Zukunft noch deutlich größer werden: immer neue Display-Größen drängen auf den Markt und ganz neue Gerätegattungen wie Smartwatches und TV-Mediaboxen stehen in den Startlöchern.

Eine pragmatische Lösung besteht ganz einfach im „Mut zur Lücke“. Eine App wird zunächst intensiv auf verschiedenen Simulatoren getestet und anschließend auf allen verfügbaren realen Endgeräten. Sobald die App im App Store veröffentlicht wurde, heisst es: Daumen drücken und eventuelles Feedback von Nutzern, bei denen die App nicht so richtig gut läuft, möglichst schnell aufzugreifen und umzusetzen.

Das mag für kleinere Apps und begrenzten Nutzergruppen ganz gut funktionieren, ist aber sicherlich kein Modell für weltweit verfügbare Apps mit einer hohen Nachfrage.

Xamarin bietet nun mit der Testcloud eine weitere Lösung an. Die Benutzeroberfläche und ganze Apps können automatisiert getestet werden - und zwar auf mehr als 1.000 echt vorhandenen, realen Endgeräten (iOS und Android)!
Dabei werden möglichst viele unterschiedliche Hersteller, Bildschirmgrößen und sogar ältere Betriebssystemversionen abgedeckt. Die Tests werden mit einem Test-Framework erstellt, als Ergebnis werden umfangreiche Reports, Screenshots und Performance-Daten bereitgestellt.

Die Preise (ab 1.000 USD monatlich) für diesen Service erscheinen zunächst hoch, dürften aber ganz erheblich unter dem Aufwand liegen, der bei eigenen Testgeräten in diesen Dimensionen anfallen würde. App-Anbieter sehr bekannter Anwendungen wie Foursquare, eBay, Dropbox und Trello nutzen den Service bereits. Natürlich lassen sich mit der Testcloud auch Apps testen, die mittels Xamarin plattformübergreifend entwickelt worden sind, aber das ist keine Voraussetzung. Alle für iOS und Android entwickelten Anwendungen lassen sich so einfach, schnell und zuverlässig auf sehr vielen realen Endgeräten testen. 

Für Anbieter kleinerer Apps bleibt der althergebrachte Weg - möglichst gut im Simulator testen, so schnell wie möglich auf alle verfügbaren realen Endgeräte gehen und dann: Daumen drücken!