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Business-Apps - was muss beachtet werden?

Idee

„Wir brauchen eine App!“ - so fängt es häufig an.

Natürlich, Apps sind auch im geschäftlichen Einsatz mittlerweile kaum wegzudenken und können Firmen dabei helfen, ihre unternehmerischen Ziele besser und einfacher zu erreichen.

Am Anfang sollte jedoch, genau wie bei jeder anderen App, die Frage stehen: „Warum brauchen wir eine App?“.

Was ist der konkrete Mehrwert, der besondere Nutzen? Gibt es bereits Angebote im Unternehmen, die das (fast) genauso gut können?

Fragen Sie sich auch, an welche Zielgruppe(n) sich die App richten soll: B2B, B2C oder sogar B2E (business to employee)?

Sie können Mitarbeiter und andere Nutzer frühzeitig mit in das App-Projekt einbinden und diese befragen: würden Sie die angedachten Funktionen nutzen? Hilft die App, die Arbeit besser, einfacher oder schneller zu erledigen?

App-Entwicklung ist aufwändig und kann schnell hohe Kosten verursachen. Im Zweifelsfall: schonen Sie Ihr Budget und entwickeln Sie keine App - oder investieren Sie in bessere Vorhaben.

Enterprise mobility

App-Entwicklung für Unternehmen ist zunächst einmal „normale“ App-Entwicklung. Darüber hinaus gibt es jedoch einige Besonderheiten, die beachtet werden sollten:

  1. Klare Zielsetzung: Warum lassen Sie eine Business-App erstellen? Neben dem gerade schon angesprochenen Mehrwert sollten Sie sich im klaren darüber sein, was das eigentliche Ziel der App ist: Effizienzsteigerung, Kostenreduktion, bessere Abläufe, Imagegewinn, ...?
    Das Ziel sollte so konkret und greifbar wie möglich formuliert werden. Nur so ist es möglich, im Nachhinein den Erfolg der App zu messen und zu bewerten.
  2. Wer soll die App entwickeln - inhouse oder durch einen externen Dienstleister? Für Unternehmen, die keine eigene Software-Entwicklung oder bisher noch keine Erfahrung mit mobiler App-Entwicklung haben, bietet sich das Outsourcing der App-Entwicklung an. Neben der notwendigen Kompetenz des Dienstleister sollte darauf geachtet werden, dass der Zugriff auf den Quellcode besteht und möglichst viel Know how vom Entwickler zum Unternehmen zurück transportiert wird. Sonst kann die App später kaum selbst weiter entwickelt werden, und die Gefahr einer Abhängigkeit zum Programmierer ist hoch!
  3. Der passende App-Typ: Änderungen in Apps sind aufwändig und die App muss im Store aktualisiert werden (bei Apple bedeutet das jeweils einen neuen Freigabe-Prozess, der ca. 7-14 Tage dauern kann!).
    Setzen Sie daher auf Lösungen, die zumindest die Daten nachladen oder komplett auf reine Web Apps - diese müssen nicht im App Store veröffentlicht werden.
  4. Wie soll die App verteilt werden? Die öffentlichen App Stores von Google, Apple und Microsoft sind im Unternehmenskontext nicht immer die beste Lösung. Die Business-App soll ja meist kostenfrei, aber nur für bestimmte Mitarbeiter bereitgestellt werden. Hier können sogenannte Enterprise App Stores helfen, mit denen die Verteilung von Apps besser gesteuert werden kann.
  5. Design versus Funktion: Natürlich muss eine App auch im Unternehmenseinsatz gut und einfach bedienbar sein. Allerdings müssen hier oft nicht die selben Maßstäbe wie bei Endkunden-Apps angelegt werden. Das spart Zeit und Budget, die App ist schneller im Einsatz!
  6. Flexibel bleiben und lernen: Die Anforderungen ändern sich gerade in Firmen schnell und häufig. Die Unternehmens-App muss dabei schritthalten können. Setzen Sie auf den richtigen Typ (hybrid, web app oder nativ), die richtige Entwicklungsumgebung und vor allem die richtige Entwicklungsmethodik (Stichwort: agile Projektmethodik). Lernen Sie dazu und passen Sie Ihre B2B-App an die neuen Gegebenheiten an.
  7. Administration und Verwaltung. Der „Alptraum“ aller Systemadministratoren ist „bring your own device“ (BYOD). Mitarbeiter wollen häufig ihre eigenen mobilen Endgeräte verwenden, darauf muss also die App lauffähig sein. Gleichzeitig müssen diese vielen unterschiedlichen Geräte aber verwaltet und mit Updates vorsorgt werden. Helfen kann hier der Einsatz einer Mobile Device Management-Lösung (MDM).
  8. Datenschutz: Welcher Mitarbeiter soll/darf auf welche Daten zugreifen? Unternehmenskritische Daten verlassen mit einer App potentiell das Haus, besonders wenn die App auch offline nutzbar ist! Vorsicht auch bei der Erhebung von personenbezogenen Daten durch die App (Mobilfunknummer, Geo-Position, Kamera-Bilder o.ä.). Unter Umständen ist ein Betriebsrat oder der Datenschutz-Beauftragte mit einzubeziehen.
  9. Auswertung: Wie häufig und wie wird Ihre Unternehmens-App genutzt? Hilft die App tatsächlich bei der Arbeit und der Erreichung der Firmenziele? Die Einbindung von mobilen Statistik-Diensten ist nicht besonders aufwändig und liefert aufschlussreiche Daten. Achtung: auch hier den Datenschutz beachten!