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Was kostet eine App?

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Was kostet die Programmierung einer App? 

Das ist eine gute Frage, die allerdings so einfach nicht zu beantworten ist. Oder mal anders gefragt: Was kostet ein Auto? Was kostet ein Haus?

App-Entwicklung ist Software-Entwicklung! Aktuelle mobile Smartphones und Tablets sind - trotz ihrer Größe - voll ausgewachsene Computer, die in ihrer Leistungsfähigkeit so manchen Desktop-PC oder Notebook in nichts nachstehen oder sogar übertreffen. Und wie herkömmliche Computer werden Anwendungen für Mobilgeräte mit professionellen Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen erstellt.

Die Frage sollte also besser lauten: Was kostet die Programmierung einer Software? Das führt allerdings gleich zur nächsten Frage: Was soll diese Software denn genau können?

Zunächst gilt es also den Funktionsumfang zu klären. Sie haben sich sicherlich bereits Gedanken darüber gemacht, was Ihre App so alles können soll.

Auch sollten Sie sich die Frage beantworten, warum die Welt gerade diese App benötigt. In den Anfangstagen des App-Universums von Apple und Google mag es ausgereicht haben, einfach eine neue App in den Store zu stellen. Heute ist das allerdings lange vorbei: Mit mehr als einer Million unterschiedlicher Apps allein im iTunes-Appstore müssen Sie schon gute Gründe nennen können, um einen Nutzer vom Kauf gerade Ihrer App zu überzeugen.

Welches Problem soll also Ihre App lösen? Oder was soll diese anders oder besser als ähnliche, bereits existierende Apps machen? Welchen zusätzliche Nutzen liefert die App? Seien Sie ehrlich - die Entwicklung einer App kann durchaus kostenintensiv sein und soll sich ja unter dem Strich für Sie lohnen!

Bitten Sie eine Agentur um eine Kostenschätzung, sind diese Informationen sehr wichtig, um den Funktionsumfang und die Komplexität besser einschätzen zu können.

Seien Sie ruhig ausführlich in der Beschreibung der Funktionalität, aber vermeiden Sie es, sich schon Gedanken um die technische Umsetzung zu machen! Das ist Sache der Spezialisten.

Beschreiben Sie den gewünschten Funktionsumfang vielmehr aus Sicht eines Anwenders, etwa in der Form: „Meine Wetter-App für iOS und Android soll ganz einfach und intuitiv das Wetter für einen beliebigen Ort anzeigen können. Die Darstellung soll übersichtlich und grafisch ansprechend sein und bis zu 7 Tage im Voraus möglich sein.“

Kostenfaktoren bei der App-Entwicklung

Etwas greifbarer werden die Kosten für eine App, wenn man einen typischen Projektablauf zur Umsetzung der App betrachtet. Natürlich kann dieser hier nur exemplarisch wiedergegeben werden, in der Praxis ist jedes Projekt und jede Appentwicklung anders.

  • Erhebung der Anforderungen
  • Konzeption der Nutzerführung
  • Screen-Design und Interface-Design
  • Erste Visualisierung / Wireframe / funktionaler Prototyp
  • Technisches Feinkonzept und Systemarchitektur
  • Programmierung: Applikationslogik, eventuell Datenbank, Schnittstellen, Bildschirme (Screens)
  • Erstellung von Zusatzfunktionen wie etwa „in App Käufe“ oder die Anbindung an bestehende Internet-Dienste, Login via Facebook o.ä.
  • Interne Tests, Erweiterte Beta-Tests
  • Eventuell Usability-Tests mit realen Endnutzern
  • Liveschaltung / Übermittlung in den App Store
  • Dokumentation
  • Service, Weiterentwicklung und Fehlerbehebung nach der Liveschaltung
  • Pauschalen für Projektleitung, Kommunikation und Besprechungen.

Für die einzelnen Positionen können keine allgemeinen Kosten angegeben werden, aber es mag Ihnen vielleicht etwas helfen, eine Appentwicklung besser zu verstehen.

Apps: Betriebssysteme und Geräteklassen

Wichtig ist auch die Festlegung, für welche Mobilplattformen Sie Ihre App benötigen - also iOS (Apple), Android (Google) oder Windows Phone (Microsoft). Jedes Betriebssystem bringt seine eigene Programmiersprache mit. Soll eine App für zwei oder drei Plattformen verfügbar sein, muss diese also mehrfach programmiert werden! Einen Ausweg aus diesem kostenintensiven Dilemma bieten sogenannte hybride Apps oder eine plattformübergreifende App-Entwicklung.

Da sich die Bedienkonzepte zwischen Smartphones und Tablets unterscheiden, ist auch dies ein Kostenfaktor. Überlegen Sie, auf welchen Geräteklassen Ihre App lauffähig sein soll.

Native App, hybrid oder Web App?

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten, eine App zu erstellen: Eine App kann nativ, hybrid oder als Web App entwickelt werden. Eine ausführlichere Beschreibung der Unterschiede finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag: Nativ oder hybrid?

Qualitätsunterschiede bei Apps

Wie bei Bauunternehmern und Handwerken gibt es auch bei App-Entwicklern durchaus Qualitätsunterschiede. Dabei ist die Qualität einer App (und somit einer Software) nur schwer greifbar und von aussen nicht immer zu sehen. Doch auch hier gilt der alte Grundsatz: wer billig kauft, kauft schlimmstenfalls doppelt!

App-Entwicklung: Zusatzdienstleistungen und Service

Ein guter App-Entwickler sollte Sie nach der Erstellung einer App nicht alleine lassen und Sie auch bei den nachfolgenden Aspekten entweder selbst oder über Kooperationspartner unterstützen können:

  • Bereitstellung Ihrer App im App Store (iTunes Store, Play Store, Windows Phone Store)
  • Service und Support
  • Anpassung bei neuen Betriebssystem-Versionen
  • Analyse von Abstürzen und Fehlerbehebungen
  • Auswertung und Analyse der App-Nutzung
  • Vertrieb Ihrer App / App-Marketing

App-Erstellung: Fixpreis oder Kostenrahmen?

Natürlich möchten Sie gerne möglichst genau wissen, was die Entwicklung einer App kostet. Ab einem gewissen Umfang lässt sich dies jedoch kaum exakt beziffern, dafür sind zu Projektbeginn die Unwägbarkeit noch zu groß. Sie haben zwar eine erste Vorstellung davon, was Ihre App können soll, aber ein guter Appentwickler wird noch eigene Ideen einbringen (und so die App besser machen!) und zudem stellt sich in den allermeisten Projekten erst während der Entwicklung und Programmierung heraus, dass noch einige Aspekte nicht berücksichtigt wurden.

Jeder seriöse Softwareentwickler kennt diese Tatsachen und wird dies auch bei der Angebotserstellung berücksichtigen. Nach einem ersten und meist kostenfreien Vorgespräch mit dem Programmierer oder einer Appagentur, werden Sie also oft einen Kostenrahmen erhalten. Hier ist eine Unter- und Obergrenze angegeben, die bei der Umsetzung des Projektes voraussichtlich nicht unter- oder überschritten werden sollte.

Je mehr Informationen ein Programmierer von Ihnen erhält, desto genauer kann er dies eingrenzen. Bedenken Sie aber, dass die Erhebung von konkreten und komplexen Anforderungen im Rahmen eines Lasten- oder Pflichtenhefts selbst auch bereits einen gewissen Aufwand bedeutet und ein seriöser Appentwickler dies in Rechnung stellen wird.

Agile Ansätze zur Software-Entwicklung gehen übrigens einen anderen Weg: hier wird nicht versucht, zu Beginn des App-Projektes alle Anforderungen komplett zu erheben. Vielmehr wird mit einer Grundidee und einigen wenigen besonders wichtigen Funktionen gestartet und in sogenannten Iterationen wird eine funktionsfähige App ausgeliefert. Als Auftraggeber erhalten Sie so sehr schnell eine erste, lauffähige App und können jederzeit die weitere Entwicklung steuern und bleiben flexibel. Wenn diese Methode für Sie interessant klingt, sollten Sie Appentwickler gezielt nach agilen Methoden wie Scrum fragen.

Anhaltspunkte für App-Entwicklungskosten

Um Ihnen ein Gefühl zu vermitteln, was eine App kostet, mag die folgende Übersicht helfen. Beachten Sie aber bitte, dass dies nur eine sehr allgemeine Einschätzung ist, die in der Praxis deutlich abweichen kann!

  • Einfache App für iOS (etwa eine Wetter-App mit Abfrage von Daten aus dem Internet und Darstellung von bis zu 7 Tagen): ca. 1.500,- bis 5.000,-
  • App mittlerer Komplexität: Stadtführer für Android mit verschiedenen Routen, vorgelesenen Texten, Bildern und Grafiken), auch offline nutzbar und mit Anzeige des eigenen Standortes: ca. 7.500,- bis 25.000,-
  • App für den Unternehmenseinsatz (B2B)Mobile Datenerfassung mit Zugriff auf bestehende Datenbanken und Schnittstellen für iOS und Android, sowohl Smartphones als auch Tablets. Benutzeranmeldung, Scannen von QR-Codes, automatischer Übermittlung der Daten zum Server und übersichtlichen Auswertungsmöglichkeiten im Backend: ca. 20.000,- bis 50.000,- €.

Nach oben hin sind natürlich keinerlei Grenzen gesetzt - die Entwicklung der kompletten mobilen Facebook-App für mehrere Betriebssysteme und unterschiedliche Gerätetypen dürfte sicherlich im deutlichen 6stelligen Bereich gelegen haben.

Eine weitere Einschätzung mag die (mittlerweile schon ältere) iBusiness-Studie aus 2011 geben.